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Vom Vermissen

Ich sitze hier an meinem Platz und du sitzt nur zwei Tische weiter. Vor mir mein Glas, der Tropfen Kondenswasser am Rand rinnt in Zeitlupe hinunter – wie Schweiß oder eine Träne – und ich verliere mich in dem Licht, das er bricht. Ich stelle mir vor, dass du mich siehst, mich erkennst und mich beobachtest und dich fragst, ob ich dich auch erkenne und woran ich gerade denke, und dabei nervös lächelst, deine schönen Hände vor dir auf dem Tisch gefaltet. Ich stelle mir vor, wie du an damals denkst. Weißt du, dass meine Tasten regenvertropft waren, als ich dir schrieb? Dass ich, glücklich und nass und warm vom Gewitter, mit dir im Kopf, nach Hause torkelnd, diese Worte an dich verfasste? Ich stelle mir vor, dass du mich ansiehst und dir vorstellst, dass ich dich betrachte, dass du dir vorstellst, meine Lippen wären dabei leicht geöffnet, dass meine Nasenflügel flattern. Ich stelle mir vor, dass du dir ausmalst, wie ich an dich denke, dass wir alleine sind, nur für den Moment, wie an den...

Auf Anfang.

Ich würde gerne befreien nicht beklemmen. Dir Luft wegnehmen. Dich ersticken. Erdrücken. Deinen Schrei im Keim ersticken. Lies was Du willst. Aber ich will es besser machen. Und das willst du doch auch.. Denn die Zeiten sind vorbei. Wir sind neu. Wir haben gelernt. Wir sind frei. Offen, geöffnet, öffnen dir die Türen. Atme, Tor. Sei nicht still. Hab keine Angst, ich tu dir nichts. Das Licht soll nur erleuchten. Deine Augen leuchten nicht im Dunkeln. Ich habe es so satt immer diese alten Mären. Es ist endgültig aus. Sagen wir mal es war nichts.

Wer bin ich?

Mann Fiktiv  Gezeichnet  Nicht Serie Medium  Werbehure nicht weihnachtlich

A line a day

Zähle Schäfchen aus Wolle auf blauer Seide Segeln wie Schiffchen davon Und die See ist mein Spiegelbild Tarnung aus Klängen Und wen ich nicht höre der sieht mich nicht Zeit vergeht unter Trommelwirbel Und federleicht reiht sich Wort an Wort Mach einen Satz nach vor und die Wände wackeln Nichts fließt, es springt Und sitzt in starrer Stille Während der Himmel sich veilchenblau färbt Und sieh dir diese Tiefen an! Tiefer tiefer sink ich hinab Zu tief, der Druck erdrückt mich Schnapp nach Luft und zieh mich rauf Ich geh nicht weiter weil die Distanz mich begrenzt Während die Asche Glitzerspuren hinterlässt Wo meine Schuhe hängen ohne Spuren Und bin dann weg weg weg

Farbwechsel

Pixeltief und grün Machen deine Lippen ein O Und das macht mich so Gedankenlos Und die Höhen verdrängen den Bass Und ich höre meine Schritte nicht Die den Boden unter mir bewegen während ich im Stillstand weile Und ebenso weit wie das Ziel ist die Realität Nur mein Wunsch bringt dich nah Mehr Symbol als Inhalt Der Abschied ist noch nicht da obwohl das adieu im Kopf hallt

mind the gap

Wissen ist nicht Macht Wissen ist eine Bürde und macht leise in den falschen Momenten nicht jedes nur das schmerzvolle es geht immer nur um die anderen immer immer immer unabhängig von den Entscheidungen und wir werden nicht weinen

Nostalgie - Mai 2017

Let's talk about forgiveness. Prayer in C schallt in meinen Ohren. Aber der transportierte Inhalt ist mehr als die Bedeutung der Worte für sich. Manche sagen, es sind Gerüche aber für mich Farben und Tiefen. Also Schatten. Die Blätter waren tiefgrün und es war August. Dauerschleife im Kopf. Hoffnungen im Herzen. Flatter flatter in die Nacht hinaus. Flatternde Geflüster, gesenkte Stimmen haben mehr Bedeutung. Das Gefühl von Haut nur vorgestellt und nicht wirklich erfasst gefasst. Ich fasste Mut und ging Schritte. Während die Luft an meinem Gesicht vorbeizog auf dieser Korbschaukel. Besser als candle light dinner. Dosen in den Händen, Lippen nur noch Silben von einander entfernt. Ich kann mich nicht an den Geruch erinnern. Nur an Dunkelgrün wo sonst Veilchenblau ist. Gott hat damit nichts zu tun und darum ist die Assoziation seltsam. Aber geistige Verknüpfungen können rätselhaft sein. Noch heute die Melodie von damals.