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Nähe

Deine Arme, deine Arme, deine Arme, deine Finger, der Zeigefinger und der Daumen streicheln meine rechte Ohrmuschel. Ich sehe dir in die Augen, dann mache ich meine zu. Ich sehe noch immer deine Nase, deine Lippen, deine Wangen, die weiche weiche Haut, ich lege meine Hände über dein Gesicht, damit es wahr wird.
Ich brauche deine Nähe.
Ich würde niemals danach fragen.
Aber ich nehme sie, wenn sie sich mir anbietet.
Es könnte auch jede und jeder andere sein.

Natürlich will ich dich.
Mein Innerstes ruft nach dir.
Aber ich nehme was ich kriegen kann.
Warme Haut.
Arme und Hände und Finger die mich festhalten.
Ich will nicht zerrinnen.

Und wenn du mich rufst, dann komme ich.
Ein Versprechen, das du niemals hören wirst.
Das habe ich nur mir selbst gegeben.
Ich halte mich frei, die geistige Jungfrau, das edle Mädchen. Du hast so viel Raum wie du brauchst, ich teile ihn mit dir, wenn du erlaubst. Im ewigen Erwarten sterbe ich langsam.
Doch keine Sorge, ich erwarte nicht von dir. Ich warte. Pu…

Geile Zeit

Stadtspaziergänge

Ach geh doch weg mit deinen Lippen und deiner Stimme. Du bist zu sexy, geh einfach weg weg weg. Und ich fahre. Immer gerade aus weil sonst wärs komisch. Ich fahre und gehe und denke und denke über das Denken und Schreiben und reden und denke mir please stop butthen I don't.
Geh doch bitte einfach. Ja zu mir.
Erwachsene Gedanken im erwachsenen Hirn mit erwachsenen Erfahrungen im erwachsenen Alltag mit erwachsenem Job und erwachsenen Enttäuschungen. Vor allem die. Die kriegen dich dann. Und du denkst dir was wäre wenn und dann sagst du geh bitte. Wird eh wieder so sein. Und dann später denkst du zurück und denkst dir ja war eh genauso wie immer.
Und Elle sagt dir, chill mal Mädchen. Dann tu ichs und bin plötzlich betrunken und vergesse wie das geht und schlafen geht seltsam. Rauchen auch. Gehen auch. Denken auch aber schaltet sich nicht ab.
What's in a name in a night in you in sex in me in us. Aber das gibt es ja gar nicht. Veilchen hab ich auch keine gesehen. Ein Zeichen?
Aber de…

Vom Vermissen

Ich sitze hier an meinem Platz und du sitzt nur zwei Tische weiter. Vor mir mein Glas, der Tropfen Kondenswasser am Rand rinnt in Zeitlupe hinunter – wie Schweiß oder eine Träne – und ich verliere mich in dem Licht, das er bricht. Ich stelle mir vor, dass du mich siehst, mich erkennst und mich beobachtest und dich fragst, ob ich dich auch erkenne und woran ich gerade denke, und dabei nervös lächelst, deine schönen Hände vor dir auf dem Tisch gefaltet. Ich stelle mir vor, wie du an damals denkst. Weißt du, dass meine Tasten regenvertropft waren, als ich dir schrieb? Dass ich, glücklich und nass und warm vom Gewitter, mit dir im Kopf, nach Hause torkelnd, diese Worte an dich verfasste? Ich stelle mir vor, dass du mich ansiehst und dir vorstellst, dass ich dich betrachte, dass du dir vorstellst, meine Lippen wären dabei leicht geöffnet, dass meine Nasenflügel flattern. Ich stelle mir vor, dass du dir ausmalst, wie ich an dich denke, dass wir alleine sind, nur für den Moment, wie an den A…