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Vogelbeobachtungen - Winter 2014

Auch ohne Geld kann man die dritte Welt retten. Während die Wurzeln in den Boden geschlagen werden. Dafür regnets im Regenwald. Passt schon. Von einem Thema zum anderen sind es mehr als Katzensprünge. Aber die kennen sich untereinander. Und nur ein einzelner Baum stand in der Gegend. Zu wenig grün in Green Vienna. Alles nur voller Dollarzeichen. Werden die auch aus Holz gewonnen? Wo wir wieder bei den Photonengeschichten wären. Die fliegen ja auch einfach auf die Straße, wenn sie tot sind. Time Square. In Time. Just in Time. Alles relativ. Aber der Zufall ist eine Erfindung und Positivismus eine Beleidigung. Man tut sich schwer, die zu mögen. Aber das ist alles nur menschlich. Wahlbeteiligung auch nur Wahrscheinlichkeitsrechnung. Wenn das Orbital des Elektrons nicht genau benannt werden kann, ist dann nicht alles einfach irrelevant? Kann man die Schuld von sich weisen durch Anerkennung aller existierenden Möglichkeiten oder muss man trotzdem die volle Verantwortung übernehmen? Und wen...

FU 2 - oder wie Felkyo mit ihrer Schreibblockade lebt

Aller Anfang ist schwer und ich machs mir nicht leicht, doch die Worte fließen, lassen sich nicht stoppen, müssen nur noch temperiert und adjustiert werden. Sie müssen sich beugen und fügen meinen Gesetzen, die ich ihnen auferlege.  Aber nichts funktioniert.  Es ist wie ein Stau, so viel sammelt sich an, sucht ein Ventil, kommt nicht heraus, wird immer mehr und mehr und mehr, die Vielfalt ist zermürbend, aber just in dem Augenblick, wo ich sie brauche, wie ein Fisch das Wasser, wo ich mein Inneres nach Außen projizieren, eine Stimmung schaffen will, wo ich nicht meine Taten, sondern meinen Mund, meine Finger sprechen lassen möchte, lassen sie mich im Stich, lassen mich leer und allein. So will ich nicht sein. Meine Freunde und Helfer, lasst mich zaubern, lasst mich Welten schaffen, nicht nur analysieren und beschreiben, neues entdecken, die Königin der Erde und der Meere sein, lasst mich fliegen, Feuer sprühen, alles sich in einer Farbenvielfalt entfalten. I...

Tee und Tschick

Und was machst du so? Jedenfalls nicht schlafen. Und warum? Weil ich nicht kann. Aber warum? Weil sich mir die Sinnhaftigkeit dessen entzogen hat. Und nun bin ich ganz Gefühl, ganz benebelt, runtergefahren und friedlich, aber doch da. Tee trinkend und rauchend. Lesend und Hexenmusik lauschend. Was ist denn Hexenmusik? Eine, dich dich tauchen lässt. Und vergessen. Mit der du schwingst und verloren gehst... Während die Stunden dahinschwinden. Und sie öffnet Tore.

Mandarinen - Herbst 2014

Ich schwärme für dieses Menschen schöne Worte, die schmecken, wie ein Stück Sachertorte und mich verwirren ungemein, die ich reifen lassen will, wie einen guten Wein und während sie mich begleiten in den Schlaf, sich überzieht ein frostiger Reif über die anderen Gedanken, die mich treiben und mich lenken in eine ganz andere Richtung. Und am Rande dieses Geistes, wie er grübelt und sich ersticht, malt sich ein anderes Gesicht und eine andere Geschichte, welche sich vielleicht erstrickte in einer anderen Welt, von anderen Entscheidungen eingeläutet, die etwas ganz anderes bedeutet für die Gegenwart, entfaltet ihre Möglichkeit. Doch so, bleibt mir nichts anderes über, als seufzend, träumend und stagnierend, mich in mein Bett zu legen und Bilder vor meinem innern Auge schauend zu lechzen und die falschen Gedanken auszumerzen.

Im Wandel - Sommer 2014

Die Farben meiner Erinnerungen sind leuchtend und intensiv. Ein strahlend blauer Himmel überzog meine Welt. Sattes Grün hatte das Gras in unserem Garten auf dem ein kleines rotes Häuschen stand. Die gelb umrahmten Fenster waren seine Augen und die halbrunde Tür der Mund. Man könnte meinen, eine Postkarte anzuschauen, bei der Sättigung und Kontrast zu stark eingestellt waren. Und auf diesem Bild waren malerisch Menschen und Tiere verteilt. Da gab es eine Frau mit langen roten Haaren. Sie war klein und zierlich mit grünen Augen in ihrem mit Sommersprossen übersäten Gesicht. Ihr Platz war auf einer Decke vor dem Häuschen, mit Stricksachen in ihren Händen. Ihr Mann war groß und kräftig. Er hatte blondes Haar, stahlgraue Augen und raue Hände, mit denen er fast täglich in seiner Werkstatt arbeitete. Dann gab es da noch ein kleines Mädchen, das gerne mit seiner Katze spielte und als einziges keinen festen Platz hatte, denn es streifte sowohl im Haus als auch im Garten herum, immer auf...

gut zu Vögeln - Herbst 2014

Eine Nachtigall beim Anblick der kreischenden Kettensäge. Irritiert von den neuen Klängen einer unbekannten Welt. Von Neugierde gepackt, muss sie näher zur Quelle dieser Kakophonie, die seltsam anziehend wirkte. Dann nur noch Blut und Federn, Organfetzen, die auf den Boden fielen. Das letzte, was man von dieser nichtigen Tragödie hörte, was eine absurd befriedigende Symbiose aus Melodie und Geräusch.

Weinreich - Sommer 2014

Ich laufe durch den Regen. Die Ausdrucksstärke meiner Worte ist enorm, doch der Inhalt nichtig. Wie eine Schlange, die sich in den Schwanz beißt, immer wieder das Gleiche. Stets dieselben Emotionen und Ereignisse. Weil ein untalentierter Drehbuchautor bloß noch die Namen ändert und aufgrund seines Alkoholismus und der immer schwächer werdenden Lebensfreude keinen Grund mehr sieht, das Szenario zu ändern. Oder den Ausgang. Wiederholt wird die Sanduhr umgedreht und es erweckt den Anschein, als ob alles wieder seinen Anfang nimmt, als ob alles Vergangene vergessen ist, als ob etwas Neues beginnt. nur um mit dem Alten zu enden. Mit dem letzten Sandkorn. Und dann das gleiche Spiel. Immer wieder immer wieder immer wieder immerzu. Bis das Hoch endgültig erschöpft ist und nur die Stagnation Frieden verschafft. Weil ein Achtel Wein die Melancholie durch die Adern schießt. Weil es so schön ist, sehnsüchtig zu seufzen. Weil es so einfach ist, die Hoffnung zu ersticken, die in einem keimt...