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Marasm

маразм [мара́зм] { m } (auch: вырождение, развал, гибель, разруха) Verfall { m }   Von irrsinnigen, wahnsinnigen - im Wahn wie im Traum - Unnöten, Untönen, Dissonanzen, Assoziationen ergriffen, schwant Übles wie Schwan im tiefen See, schwarz wie die Nacht, bei durchsichtigem Himmel. Tiefe Atemzüge und tiefe Schmerzen in tiefen Regionen. Weich dafür die Feder und die Töne. Im Wechselschritt lösen Eingebungen einander ab im Affekt und ebenso die Wörter. Auf weißen Schenkeln wird die Wahrheit geboren. Doch wer hätte gedacht, dass sie nicht ultimativ ist, sondern immer unstet? Liebliche Melodien rufen Schönheit hervor, die Zufriedenheit verspricht. Erinnerungen, welche angenehmer wirken als sie sind, weil der Augenblick sie weichzeichnet. Nostalgie und purpurne Stiche erfüllen das Gemüt und die eigenen Gedanken spielen einen Streich. Nach einer Nacht, wie dieser, wer vermag dann nochzu sagen, wie es weiter geht? Aber das Rad der Zeit dreht sich weiter und die Versprechen,...

anti.welt.schmerz

Das Blut Christi und sein Leib liegen vor mir ausgebreitet. Tief schneide ich in sein Fleisch und labe mich am süßen Saft, der langsam aus meinen Mundwinkeln rinnt, an meinem Kinn entlang und runter zu meinem Hals. Ich spüre jeden Tropfen und meine Poren saugen sie ein. Ich werde eins mit ihnen. Ich will der Versuchung nicht widerstehen also gebe ich mich ihr hin. Voller Wonne lasse ich mich fallen und empfinde mit jeder Faser. Wie Lichtblitze durchdringt mich der Schmerz, der mich winden lässt, aber kein physischer ist. Die Welt lastet stark auf meinen Schultern, aber lässt mich auch fliegen während ihr Leid mich steinigt. Das Messer schneidet tief, wie durch Butter, rote Tropfen haften auf meinen Zähnen. Sie reißen, beißen, kauen. Mahlen. Ich nehme diese Energie in mich auf und spüre sie als Wärme in meinem Körper gespeichert. Nun kann ich mich davon nähren, immer und nimmer satt. Gesättigt sind auch die Farben...

im Traum, wach

Illusionen und Transformationen leiten und lenken bei gleichzeitiger Statik in der Bewegung. Ob es nun Beschleunigungslosigkeit ist, oder tatsächliche Ruhe, kann man nicht sagen, aber jedenfalls ist keine Veränderung der lokalen Begebenheiten zu sehen, erkennen, ertasten. Die Tasten klappern im Takt, während die Finger einen Tanz auf ihnen vollführen.  Die äußere Schale ist ein Kokon, aber kugelförmig. Orbs, orbis. Uraltes Wissen zusammen mit recht neuen Impressionen ist darin gespeichert und kocht wie eine Seidenraupe. Ob nun allen Realitäten zum Trotz ein lebender Schmetterling seinen Anfang in diesem Szenario findet, oder die Reste zu einem wertvollen toten Material verarbeitet werden, ist im Moment ungewiss. Das eigentliche Problem in diesen Möglichkeiten ist ihr exponentielles Wachstum bei Verlust des zeitlichen Richtungsmonopols. Was war, ist und sein wird, sind verschiedene Ebenen, keine von ihnen mehr oder weniger wahr als die andere. In jeder davon Entscheidungen ...

Merci

Exhibitionist gegenüber dem Blatt. And I don't want to disappoint or tear apart. But baby, it's my heart. Vom Amoll ins E gehend fliegen die Finger dahin und singen Tränen. I feel it in my bones, you now. Ich habe den Schmerz aufgeschrieben. Auf Papier ohne Konsistenz, nur in fremden Sphären sichtbar. Die Melodie zieht derweilen weiter. Mal intensiv, dann wieder ruhig. Und stets dieses Gefühl. Und der Drang. Und die Stille. Die Vollbremsung. Um dann wieder weiterzuziehen. Wie der Wind, so geschwind. Reime faucht der Märchesarg. Mit Krallen im Gesicht und Ungereimtheiten. Die Hand, abgetrennt vom Körper, beschreibt Linien in der Luft. Sie lebt den Rhythmus. Und der Rest zieht nach. Eine Kakophónie des Körpers. Singsang vom Rest. Seele schreit ins Hirn, Hirn schreit ins Herz. Herz verkrümelt sich. Und Kopf sagt "Ruhe". Wer lauter ist, hat recht. Aber stille Wässer sind tief. Hör auf sie. This time I got to follow it. (mit Zeilen aus ...

Vogelbeobachtungen - Winter 2014

Auch ohne Geld kann man die dritte Welt retten. Während die Wurzeln in den Boden geschlagen werden. Dafür regnets im Regenwald. Passt schon. Von einem Thema zum anderen sind es mehr als Katzensprünge. Aber die kennen sich untereinander. Und nur ein einzelner Baum stand in der Gegend. Zu wenig grün in Green Vienna. Alles nur voller Dollarzeichen. Werden die auch aus Holz gewonnen? Wo wir wieder bei den Photonengeschichten wären. Die fliegen ja auch einfach auf die Straße, wenn sie tot sind. Time Square. In Time. Just in Time. Alles relativ. Aber der Zufall ist eine Erfindung und Positivismus eine Beleidigung. Man tut sich schwer, die zu mögen. Aber das ist alles nur menschlich. Wahlbeteiligung auch nur Wahrscheinlichkeitsrechnung. Wenn das Orbital des Elektrons nicht genau benannt werden kann, ist dann nicht alles einfach irrelevant? Kann man die Schuld von sich weisen durch Anerkennung aller existierenden Möglichkeiten oder muss man trotzdem die volle Verantwortung übernehmen? Und wen...

FU 2 - oder wie Felkyo mit ihrer Schreibblockade lebt

Aller Anfang ist schwer und ich machs mir nicht leicht, doch die Worte fließen, lassen sich nicht stoppen, müssen nur noch temperiert und adjustiert werden. Sie müssen sich beugen und fügen meinen Gesetzen, die ich ihnen auferlege.  Aber nichts funktioniert.  Es ist wie ein Stau, so viel sammelt sich an, sucht ein Ventil, kommt nicht heraus, wird immer mehr und mehr und mehr, die Vielfalt ist zermürbend, aber just in dem Augenblick, wo ich sie brauche, wie ein Fisch das Wasser, wo ich mein Inneres nach Außen projizieren, eine Stimmung schaffen will, wo ich nicht meine Taten, sondern meinen Mund, meine Finger sprechen lassen möchte, lassen sie mich im Stich, lassen mich leer und allein. So will ich nicht sein. Meine Freunde und Helfer, lasst mich zaubern, lasst mich Welten schaffen, nicht nur analysieren und beschreiben, neues entdecken, die Königin der Erde und der Meere sein, lasst mich fliegen, Feuer sprühen, alles sich in einer Farbenvielfalt entfalten. I...

Tee und Tschick

Und was machst du so? Jedenfalls nicht schlafen. Und warum? Weil ich nicht kann. Aber warum? Weil sich mir die Sinnhaftigkeit dessen entzogen hat. Und nun bin ich ganz Gefühl, ganz benebelt, runtergefahren und friedlich, aber doch da. Tee trinkend und rauchend. Lesend und Hexenmusik lauschend. Was ist denn Hexenmusik? Eine, dich dich tauchen lässt. Und vergessen. Mit der du schwingst und verloren gehst... Während die Stunden dahinschwinden. Und sie öffnet Tore.